Studienauftrag auf Einladung
Gesamterneuerung Mehrfamilienhäuser Zollikerstrasse

Zürich-Riesbach

3094 240617 Visu bearbeitet2

Am Rand des Zürcher Stadtgebiets nahe Zollikon stehen drei Wohnbauten aus dem Jahr 1948. Das bestehende Haus 253 wird umfassend saniert – mit optimierten Grundrissen, neuer Fassade, französischen Fenstern und erweiterten Balkonen. Die beiden anderen Häuser (269 und 271) werden durch zwei Ersatzneubauten mit insgesamt 33 Wohnungen ersetzt, sodass künftig 39 Mietwohnungen entstehen. Die neuen Gebäude fügen sich durch eine einheitliche, zurückhaltende Gestaltung behutsam in das bestehende Quartiersbild ein.

  • 4053 C33 01 Schwarzplan
  • 3094 240617 Visu
  • 4053 C33 02 Einstellhalle
  • 4053 C33 03 Regelgeschoss b
  • 4053 C33 04 1 Obergeschoss b
  • 4053 C33 05 Laengsschnitt
  • 4053 C33 06 Ansicht NW
  • 4053 C33 07 Ansicht SW
  • 4053 C33 08 Farb Material Konzept

Die Neubauten überzeugen durch klare, effiziente Grundrisse mit grosszügigen Aussenräumen und Weitsicht auf See und Bergsilhouette. Das Längsgebäude 269 erschliesst seine 21 Wohnungen über eine «Rue Intérieure», während das viergeschossige Punkthaus 271spannende Raumfolgen, Eckbalkone und ein Attikageschoss bietet. Die Wohnungen sind bewusst kompakt und flexibel gestaltet, um einer ressourcenschonenden Bodennutzung gerecht zu werden. Beide Gebäude teilen sich eine gemeinsame Einstellhalle im Untergeschoss.

Konstruktiv setzen die Neubauten auf optimierte Massivbauweise mit minimalen Deckenstärken, vorgefertigten Holzleichtbaufassaden, konsequenter Systemtrennung und Recyclingbeton. Gestalterisch gliedern sich die Fassaden klar in Sockel, Regelgeschosse und Attika – mit hinterlüfteten Verkleidungen aus weisslich-hellgrauen Wellplatten und zartblauen Holzschalungen, die dem Ensemble eine leichte, pavillonartige Qualität verleihen.

Alle drei Gebäude werden nach Minergie-Standard geplant und über Fernwärme versorgt – Erdsonden sind wegen der Seewasser-Sperrzone nicht möglich. Die Umgebung wird biodivers und versickerungsfähig gestaltet. Das Haus 271 erhält eine flach geneigte Photovoltaikanlage, während das Dach von Haus 269 aus privatrechtlichen Gründen als reines Grün- und Biodiversitätsdach ausgeführt wird.